Hamburgische Geschichten

Donnerstag

10

März 2011

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Ein Geschichts-Blog für Hamburg

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„Die alte Stadt Hamburg ist fast arm zu nennen an Sagen und Legenden der Vorzeit (…) Sagenhafte, durch mündliche Überlieferung von Tatsachen gebildete Erzählungen, wohin manche Berichte der geschriebenen Chroniken zu zählen, sind weniger selten. Reich aber sind wir, durch die bedeutungsvolle Vergangenheit unserer Stadt, an solchen historischen Momenten, welche sich füglich aus ihrem Zusammenhang nehmen und in die Form einer Geschichte bringen lassen.“(Beneke 1854, S. III)

Reich sind wir heute aber auch, so darf man diesen Ausspruch Otto Benekes aus dem Vorwort seiner „Hamburgischen Geschichten“ von 1854 wohl inzwischen mit Fug und Recht ergänzen, an einer breiten stadt- und regionalgeschichtlichen Historiographie, die sich auf unterschiedlichen Ebenen mit der Vergangenheit der Hansestadt beschäftigt. Die Spannbreite der Geschichtsproduktion reicht dabei von der wissenschaftlich-universitären Geschichtsschreibung der Profis bis hin zum Hobby-Historiker. Dazwischen stehen Institute, Museen, Geschichtsvereine, Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive, die sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten der Stadtgeschichte auseinandersetzen.

Geschichte ist keine Einbahnstraße. Sie dient in vielerlei Hinsicht der ganz gegenwärtigen Selbstbestimmung und Identitätsbildung von Menschen, Gruppen, Gesellschaften und ganzen Kulturen. Jedes Gespräch über die eigene oder eine gemeinsam erlebte oder erinnerte Vergangenheit ist damit immer auch ein Gespräch über das Hier und Jetzt. Geschichte kommt ins Gespräch, wenn diejenigen, die sich mit Geschichte beschäftigen, die Geschichte(n) schreiben, miteinander und mit denen reden, die sich für das Entstehen und Werden ihres Lebensumfelds interessieren.

Die Hamburgischen Geschichten setzen genau hier an: Wir möchten für diesen Austausch eine Plattform zur Verfügung stellen. Die Hamburgischen Geschichten wollen mit an­spre­chen­den Artikeln der historisch interessierten Öffentlichkeit die Geschichte ihrer Stadt näher bringen. Unsere Au­to­ren berichten in abwechslungsreichen Beiträgen aus der Geschichte Hamburgs und dem Umland und führen so un­­ter­haltsam an die Vergangenheit der Hansestadt heran. Die Hamburgischen Geschichten sind dabei nicht auf ein bestimmtes Themengebiet oder eine be­son­dere Epoche festgelegt. Vielmehr ist es Ziel des Blogs, eine möglichst breite Themen­viel­falt anzubieten, um eine Vielzahl an Lesern anzusprechen. Alle Spielarten der Geschichtsschreibung können und sollen hier ihren Platz erhalten: von der Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte Hamburgs über die Alltags-, Technik- oder Architekturgeschichte bis hin zur Geschichte einzelner Stadtteile.

Die Hamburgischen Geschichten möchten darüber hinaus auch Plattform sein für einen möglichst regen Austausch über die Geschichte der Hansestadt. Um ein vielschichtiges Angebot an Themen präsentieren zu können, möchte der Blog Hamburgische Geschichten die Bürger einladen, eigene Beiträge zu verfassen und zur Veröffentlichung einzureichen. Auch ambitionierte Stu­die­ren­de – vor allem der Geschichtswissenschaften – sollen hier eine Chance für erste kleine Veröffentlichungen erhalten. Die Hamburgischen Geschichten bieten aber auch ver­schiedensten Institutionen eine Möglichkeit, Beiträge zu veröffentlichen. Das Projekt ist somit offen für alle Autoren.

Ein besonderes Ziel des Blogs ist es, die vielfältige Hamburger Geschichtslandschaft für das Pro­jekt zu begeistern. Hamburgische Geschichten möchte die zahlreichen Geschichts­werk­stätten, Museen, Gedenkstätten, Forschungseinrichtungen und anderen Bildungseinrichtungen in seine Arbeit einbinden und ihnen eine gemeinsame Plattform zur Präsentation stadt- und regionalgeschichtlicher Inhalte zur Verfügung stellen. Sie alle sind herzlich eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen.

 

Das Projektteam – Wir stellen uns vor.

Hamburgische Geschichten ist das Projekt einer Gruppe von 17 StudentenInnen, die zurzeit ihr Studium der Geschichtswissenschaften an der Universität Hamburg absolvieren. Der Blog stellt das Ergebnis eines Seminars zum Thema Projektmanagement am Historischen Seminar dar, der im Wintersemester 2010/11 stattgefunden hat. Ziel des Seminars war die Aneignung berufsqualifizierender Kompetenzen und die prak­ti­sche Umsetzung von im Studium erlernten fachwissenschaftlichen Inhalten und Arbeitswei­sen. Im Gegensatz zu anderen Projekten, die die Universität nicht verlassen, möchte die Grup­pe ganz bewusst mit anderen HistorikerInnen, interessierten Institutionen und einer breiteren Öffentlichkeit in Kontakt treten und zusammenarbeiten.

Die Hamburgischen Geschichten werden im Anschluss an das Wintersemester 2010/2011 in ein offenes Projekt überführt. Die Mitarbeit an der Redaktion steht damit ab April 2011 allen in­teres­sier­ten Personen grundsätzlich offen.

Fragen und Anfragen für die Einreichung eigener Texte richten Sie bitte an die:

Redaktion „Hamburgische Geschichten“
Universität Hamburg
Fakultät für Geisteswissenschaften
Historisches Seminar
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg

E-Mail: redaktion@hamburgische-geschichten.de

 

Literatur:

 

 

 

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  1. Malte